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Artikel für Tierhalter
Klare Antworten auf die Fragen, die mir Tierhalter am häufigsten stellen, auf Grundlage der internationalen Leitlinien der Veterinärneurologie.

Epilepsie
Epilepsie · 10 Min.Epilepsie beim HundEpilepsie beim Hund ist eine Erkrankung des Gehirns, die wiederholt epileptische Anfälle auslöst, ohne dass außerhalb des Gehirns ein Auslöser zu finden ist. Von Epilepsie spricht man nach mindestens zwei nicht provozierten Anfällen, die mehr als 24 Stunden auseinanderliegen. Heilbar ist sie meist nicht, doch mit einer sicheren Diagnose und einer gut überwachten Behandlung lassen sich die Anfälle kontrollieren, und der Hund kann ein gutes Leben führen.Epilepsie · 5 Min.Die Arten epileptischer Anfälle bei Hund und KatzeEpileptische Anfälle werden in drei große Gruppen eingeteilt: fokale Anfälle (sie beginnen in einem Bereich des Gehirns und betreffen einen Teil des Körpers), fokale Anfälle, die sich auf den ganzen Körper ausbreiten, und generalisierte Anfälle (sie erfassen von Anfang an beide Hirnhälften). Beim Hund am häufigsten ist der fokale Anfall, der generalisiert. Unabhängig von der Art sind zwei Situationen Notfälle: Anfallsserien und der Status epilepticus.Epilepsie · 6 Min.Ursachen epileptischer Anfälle und wie die Diagnose gestellt wirdEpileptische Anfälle bei Hunden und Katzen haben drei Arten von Ursachen: Probleme außerhalb des Gehirns (reaktive Anfälle, zum Beispiel durch niedrigen Blutzucker oder Vergiftungen), Veränderungen im Gehirn (strukturelle Epilepsie) und die idiopathische Epilepsie, bei der keine Ursache gefunden wird. Die Diagnose entsteht in Etappen: Vorgeschichte und Video, neurologische Untersuchung, Laboruntersuchungen, dann MRT, Liquor und bei Bedarf EEG.Epilepsie · 6 Min.Epileptischer Anfall oder Ohnmacht?Eine Ohnmacht (Synkope) ist meist kurz, dauert wenige Sekunden, der Körper ist schlaff, und der Hund erholt sich schnell, ohne danach verwirrt zu sein. Bei einem generalisierten epileptischen Anfall ist der Körper meist steif oder zuckt, der Anfall kann 1-3 Minuten dauern, und danach folgt eine Phase der Verwirrtheit. Klären lässt sich der Unterschied in der Sprechstunde, und am meisten hilft dabei ein Video der Episode.Epilepsie · 6 Min.Epilepsie bei KatzenEpileptische Anfälle sehen bei Katzen oft anders aus als bei Hunden: Zuckungen im Gesicht oder an den Ohren, Speicheln, Kauen ins Leere, ein plötzliches grundloses Losrennen, manchmal gefolgt von einem generalisierten Anfall. Im Vergleich zum Hund findet man bei Katzen häufiger eine konkrete Ursache im Gehirn, deshalb sind die Untersuchungen umso wichtiger. Viele Katzen sprechen gut auf die Behandlung an, und ein Teil von ihnen wird sogar anfallsfrei.Epilepsie · 6 Min.Hunderassen mit Veranlagung zur EpilepsieIdiopathische Epilepsie kann jeden Hund treffen, ob Rassehund oder Mischling, doch manche Rassen erkranken in Studien deutlich häufiger als im Durchschnitt von etwa 0,6-0,75 %. Dazu gehören Belgischer Schäferhund, Border Collie, Australian Shepherd, Labrador und Golden Retriever, Border Terrier, Spinone Italiano und Lagotto Romagnolo. Die ersten Anfälle treten meist im Alter zwischen 6 Monaten und 6 Jahren auf.
Leben mit Epilepsie
Leben mit Epilepsie · 5 Min.Was Sie tun, wenn Ihr Hund oder Ihre Katze einen epileptischen Anfall hatBleiben Sie während eines Anfalls ruhig, räumen Sie Gegenstände weg, an denen sich das Tier stoßen kann, greifen Sie ihm nicht ins Maul und stecken Sie ihm nichts hinein, stoppen Sie die Dauer des Anfalls und filmen Sie ihn, wenn möglich. Einen bereits begonnenen Anfall kann der Halter nicht stoppen, und die meisten hören nach 1-2 Minuten von selbst auf. Dauert er länger als 5 Minuten oder folgen die Anfälle aufeinander, ohne dass sich das Tier dazwischen erholt, fahren Sie sofort zur nächsten Tierklinik mit Notdienst.Leben mit Epilepsie · 8 Min.Leben mit einem epileptischen HundEin Hund mit Epilepsie kann gut leben, wenn er seine Medikamente jeden Tag zur gleichen Zeit bekommt, die empfohlenen Kontrollen wahrgenommen werden und es einen klaren Plan für Anfälle zu Hause gibt. Die Behandlung dauert meist ein Leben lang. Ihr realistisches Ziel ist, dass die Anfälle selten und milder werden, bei möglichst geringen Nebenwirkungen.
Neurologie
Neurologie · 7 Min.Neurologische Symptome beim Hund: wann zum NeurologenGehen Sie zu einem tierärztlichen Neurologen, wenn Ihr Hund Anfälle hat, das Gleichgewicht verliert, den Kopf schief hält, im Kreis läuft, an den Beinen schwach oder gelähmt wird, ohne erkennbaren Grund zittert oder sein Verhalten plötzlich ändert. Manche dieser Zeichen sind Notfälle, mit denen Sie sofort in die nächstgelegene Tierklinik mit Notdienst fahren sollten. Die übrigen klärt eine neurologische Untersuchung, die zeigt, in welchem Teil des Nervensystems das Problem liegt.Neurologie · 9 Min.Bandscheibenvorfall beim HundEin Bandscheibenvorfall entsteht, wenn Material aus einer Bandscheibe zwischen zwei Wirbeln auf das Rückenmark drückt. Die Anzeichen reichen von Rücken- oder Nackenschmerzen bis zur Lähmung der Beine, und die Prognose hängt vor allem vom Schweregrad ab und davon, wie schnell der Hund untersucht wird. Kann ein Hund plötzlich nicht mehr laufen, fahren Sie sofort zur nächstgelegenen Tierklinik mit Notdienst.Neurologie · 6 Min.Vestibularsyndrom beim HundDas Vestibularsyndrom ist ein plötzlicher Verlust des Gleichgewichts: Der Hund hält den Kopf schief, seine Augen zucken rhythmisch hin und her, er fällt zur Seite oder läuft im Kreis und kann Übelkeit haben. Bei älteren Hunden ist die häufigste Ursache die idiopathische Form, also ohne erkennbare Ursache, die sich meist innerhalb weniger Tage bessert und in 2-4 Wochen abklingt. Dieselben Anzeichen können aber auch vom Ohr oder vom Gehirn ausgehen, deshalb muss der Hund untersucht werden.Neurologie · 6 Min.Warum zittert mein Hund?Meistens zittert ein Hund vor Kälte, aus Angst, vor Aufregung oder vor Schmerzen, und das Zittern hört auf, wenn die Ursache wegfällt. Zittern, das plötzlich am ganzen Körper auftritt, vor allem zusammen mit Speicheln, Erbrechen, erweiterten Pupillen oder unsicherem Gang, kann eine Vergiftung sein und ist ein Notfall. Zittern, das tagelang ohne erkennbare Ursache anhält, sollte untersucht werden, denn dahinter kann ein behandelbares neurologisches Syndrom stecken.Neurologie · 6 Min.Myasthenia gravis beim HundDie erworbene Myasthenia gravis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper die Rezeptoren angreift, über die Nerven ihre Befehle an die Muskeln weitergeben. Der Hund ermüdet nach wenigen Schritten und erholt sich in der Ruhepause. Viele Hunde würgen außerdem Futter wieder hoch, weil die Speiseröhre erweitert ist (Megaösophagus). Die Diagnose wird mit einem Bluttest gesichert, die Krankheit ist behandelbar und viele Hunde erreichen eine Remission. Gefährlich macht sie die Aspirationspneumonie.
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- SprechzeitenMontag bis Freitag, 10:00-18:00. Notfälle auch außerhalb der Sprechzeiten.
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